Dort haben wir unser ehemaliges Stammtisch-Mitglied Puck (Hohenstaufen Aalen) und seine Frau Petra besucht.
Step (Hohenstaufen Aalen), Trio (LM Badenia Ulm) und Lift (FTV Horlogia) fuhren gemeinsam nach Wehr, wo wir Puck und Petra treffen wollten. Von Friedrichshafen ging es am Freitag, dem 09.07.2004 gegen 19:00h bei herrlichstem Motorradwetter los. Die Temperaturen blieben bis zur Ankunft in Wehr gegen 21:30h sehr angenehm und es war trocken. Nur die tief stehende Sonne hat uns manchmal arg zu schaffen gemacht, so manchen Kilometer mussten wir mit einer Hand fahren, weil die andere Hand als Sonnenschutz über dem Visier notwendig war. In Wehr trafen wir nicht nur Puck und Petra an, sondern noch Mäxle (Hohenstaufen Aalen) und seine motorradfahrende Frau Angie aus Haigerloch.
Der Freitagabend verging mit einem zünftigen Abendessen und guter Unterhaltung wie im Flug, erst in der Nacht um 1:30h suchten wir unser Nachtquartier auf. Puck hatte für uns am Samstag eine Ausfahrt durch den Südschwarzwald vorbereitet. Sein Freund Ernst hat die Gelegenheit wahr genommen und uns begleitet. Einsetzender Regen verzögerte unsere um 11:00h geplante Abfahrt leider, aber um 11:50h ging es doch noch los, das schöne Wehratal hinauf Richtung Feldberg nach Titisee, wo wir Turbo (Hohenstaufen Aalen) aufgelesen haben. Er war in aller Frühe in Stuttgart aufgebrochen, um sich dieses Ereignis nicht entgehen zulassen. Nach dem Mittagessen sind wir mit unserer jetzt auf 8 Motorräder angewachsenen Gruppe an der Hexenlochmühle und der Gutach entlang ins Simonswälder Tal und rechtzeitig vor einsetzendem Regen nach Bleibach zur Tankrast gelangt. Nach einigen Umwegen über landschaftlich reizvolle Strecken konnten wir den nächsten Regenschauer am Kaiserstuhl in Gottenheim auf der Terrasse von Trio seinem Elternhaus abwarten, zur Aufmunterung gab es frisch gebrühten Kaffee und eine Kleinigkeit zum Naschen.
Der Rückweg nach Wehr gestaltete sich hoch dramatisch, es zog eine dicke Gewitterwolke von den Vogesen in Richtung Markgräfler Land und schien unsere Route im Rheintal kreuzen zu wollen. Doch in Auggen konnten wir durch einen beherzten Schwung die Schwarzwaldhöhen hinauf der Wolke nach wenigen Tropfen entkommen, allerdings nur, um anschließend am Rande einer Regenwolke entlang zu düsen, die sich in der Zwischenzeit über dem Schwarzwald gebildet hatte. Doch wieder hatten wir Glück und entkamen auch diesem Regenguss.
Den Samstagabend durften wir gemütlich ausklingen lassen dank des vorzüglichen Abendessens, das uns Petra zubereitet hatte, und einer Probe der Akkordeon- und Sangeskünste von Ernst. Den krönenden Abschluss bildete das Badnerlied, durch unsere gut geölten Kehlen gemeinsam lautstark dargebracht. Diesen Genuss mussten wir natürlich auch der Nachbarschaft zugänglich machen, weit geöffnete Fenster haben es ermöglicht. Am Sonntag ging es nach einem reichhaltigen Frühstück wieder auf den Heimweg. Wir drei vom Weingartener Stammtisch haben uns bei richtig schönem Wetter nochmals die Tour das Wehratal hinauf gegönnt, sind durch Bonndorf hindurch Richtung Blumberg an der Wutach entlang gefahren, um dann übermütig geworden von Geisingen über den Hegaublick (der uns auch erste Blicke auf den Bodensee gewährte) auf Nebenstraßen nach Engen, von dort über Tuttlingen an der Donau entlang noch bis Beuron zu fahren. Oberhalb von Beuron bot sich uns bei einem Zwischenhalt der einmalige Blick auf das steil abfallende Donautal, dort wo sich die Donau durch die Schwäbische Alb den Weg gebahnt hat und im Tal das imposante Kloster Beuron liegt, eine überwältigende Mischung aus Natur und Kultur. Nach diesem abschließenden Höhepunkt sind wir über Meßkirch Richtung Ravensburg gefahren, wo es auch für uns drei Zeit wurde für den Abschied.
Es war ein überaus gelungenes Wochenende, wie wohl jeder von uns ehrlich empfunden hat. Und es standen nicht unbedingt die gefahrenen ca. 650km im Vordergrund, es war diese Mischung aus allem: gemeinsame Unternehmungen, anregende Gespräche, Wiedersehensfreude, gutes Essen, unmittelbares Erlebnis von Natur- und Kulturschätzen aber auch das Gruppenerlebnis in einer Gruppe, die prima harmonierte.
Zum Schluss darf ich mich nochmals bei unseren Gastgebern bedanken, die uns diesen wunderbaren Rahmen eingerichtet und beschert haben, denen keine Mühe zu viel war, ich fasse es ganz kurz zusammen: Petra und Puck, ihr habt euch viel Mühe gegeben, unser Dank kann nur eine kleine Entschädigung sein für das , was ihr uns geboten habt. Aber es war euch anzumerken, dass es euch selber gefallen hat und ihr euch damit selber eine Freude gemacht habt. Trotzdem nochmals einen recht herzlichen Dank für alles!
Lift (FTV Horlogia)