Fuxenbummel  der Landsmannschaft Badenia Mittweida zu Ulm  (24.11.2001)

Lange schon fällig aber immer wieder verschoben, sollte er endlich steigen, der erste Fuxenbummel nach der (2.) Reaktivierung der Landsmannschaft Badenia Mittweida zu Ulm.

Die Gründe für die häufigen Vertagungen sind nur 3 Personen bekannt: dem Alarich, dem Bulli und dem Herrgott, - in dieser Reihenfolge!

 

Nachdem unser Bund nun wieder über einen aktiven X, einen ebensolchen FM und auch noch über zwei Füxe verfügte, stand  dem – insbesondere weil es ja eben auch der erste Fuxenbummel der gesamten neuen Aktivitas war – nichts mehr im Wege. So sah es offenbar auch der amtierende FM Bulli, der für Planung und Ausführung zeichnete.  *) der Leibbursch von Bulli ist übrigens Tschikago .

Hoher Besuch hatte sich hatte sich auch angesagt, nämlich besagter AH Tschikago, welcher z.Zt. das Amt des MSC X  inne hat. Insofern hatten wir also auch noch den Segen des MSC, was konnte da noch schiefgehen.

Am Morgen des 24.11.2001, einem Samstag,  war es dann endlich soweit. Man traf sich vor 7:00 am Ulmer Hauptbahnhof. Der Fuxmajor Bulli schaffte mit seiner Fuxenmannschaft den vereinbarten Termin gerade noch mit einem Vorsprung von Sekundenbruchteilen, hatte er doch einen schweratmenden Schleppfux namens Ulli zu betreuen, welcher neben seinen persönlichen Habseligkeiten für die geplante Übernachtung auch noch einen ganzen Rucksack voller Stoff herbeizuschleifen hatte. Bereits an dieser Stelle sei dem hohen Fuxmajor Dank!

Die Fahrt ging Richtung Stuttgart, und die erste Station sollte das Technik-Museum in Sinsheim sein.

Anfangs zierte man sich noch etwas, und beschloß, das erste Bier nicht vor 8 Uhr s.t. aufzumachen.

Da sich Badenen nicht gerne etwas nachsagen lassen, geschah das dann auch genau um 8:00 Uhr

Der „Bann“ war also gebrochen, obschon ich glaubte, nach dem ersten zaghaften „fiducit“ , den einen oder anderen verwunderten Blick Mitreisender ob solchen schnöden Tuns zu früher Morgenstunde bemerkt zu haben.

Der Fuxmajor als Chef des Fuxenbummels hatte Halbcouleur befohlen, woran allenfalls Alte Herren zu deuteln wagen weil  – und zwei von der „Spezies der AH“ waren ja anwesend – die Badenen-Fuxenbummel halt seit eh und je in Vollcouleur stattgefunden haben. Der FM jedenfalls hatte auf eine eingehende Kontrolle der Gepäckstücke diesbezüglich großzügig verzichtet. So wurde ein pikantes Detail erst etwas später ruchbar: Der MSC X Tschikago hatte doch seine Mütze dabei!! (Man kann ja nie wissen, wo man noch hineingerät.)

Einer der Höhepunkte war für mich, und höchstwahrscheinlich auch für die jungen Ingenieurstudenten, das Technik-Museum in Sinsheim .Auf Details einzugehen würde den Rahmen dieses Berichts sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es war alles an Technik zu sehen, was das Ingenieurherz begehrt. Insofern ist das Museum immer einen Besuch wert. 

Für das leibliche Wohl sorgte natürlich auch dort wiederum der Fuxmajor.

Am späteren Nachmittag ging es dann mit der Bahn weiter Richtung Speyer.

Ohne commentmäßigen Soff war man zu keiner Zeit, und die Eindrücke aus dem Technik-Museum sorgten für reichlich Gesprächsstoff, so daß man sogar „Alt Heidelberg die Feine“ nur gefl. wahrnahm.

Am Bahnhof in Speyer nahm uns CBr. Ott von der L! Bavaria Mittweida zu Nürnberg in Empfang und wies uns in unsere Quartiere ein.

Danach folgte ein gemütlicher Bummel durch den Weihnachtsmarkt in Speyer mit dem(n) obligatorischen  Glühwein(en). Hierzu vielleicht noch eine kleine Anmerkung: Im Gegensatz zu Ulm wird zur Herstellung von  Glühwein in Speyer Wein verwendet! Auch in diesem Fall führte der Fuxmajor wiederum einen deutlichen Nachweis über die Existenzberechtigung seiner Fuxenkasse.

Ob er es nun getreu seinem Wahlspruch „wir bringen Farbe ins Studium“ getan hat, oder ob ihn nur die relativ niedere Außentemperatur dazu veranlaßte, wir werden es wohl nie erfahren. Jedenfalls hatte der hohe MSC X Tschikago plötzlich seine Mütze auf dem Kopf. Daß der Fuxmajor Bulli dies geflissentlich übersah, spricht zweifellos für die Führungsqualitäten des amtierenden FM.

CBr. Ott lieferte uns auf dem Weihnachtsmarktbummel bereits sehr interessante (historische und aktuelle) Informationen über Speyer.

Danach begab man sich auf Vorschlag von CBr. Ott in eine in einem Kellergewölbe gelegene, gemütliche Weinstube zum Abendessen. Die meisten bevorzugten – wenn man denn schon mal da ist – Kost aus der regionalen Küche. Hierzu gehörte natürlich auch der berühmt-berüchtigte „Saumagen“. Böse Zungen behaupten ja, man müsse zum Genuß desselben einen ebensolchen haben.

Es wurde ein gemütliches Beisammensein, die Themata expandierten, und ein Fux, dessen Name hier unerwähnt bleiben soll, verstieg sich gar zu dem Thema Kernfusion. Es wäre doch eigentlich ziemlich simpel, man brauche doch wirklich nur zwei Wasserstoffatome in ein Helium-Atom umwandeln .Sogar die zwei benötigten Außenelektronen für das He-Atom bringen die beiden Wasserstoffatome schon mit. Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, ihm waren die Bedingungen unter denen das geschehen kann natürlich sehr wohl bekannt.

Tschikago stellte immer wieder inquisitorisch-provokativ die Frage, wieviel denn dieses oder jenes in Hektar sei, auch wenn es nicht im entferntesten etwas mit Flächenmaßen zu tun hatte.

Zu späterer Stunde wechselte man dann noch mal das Lokal. Ob die Gründe darin lagen, daß man in dem bisherigen Lokal bald schließen wollte sei einfach dahingestellt. Der Fuxmajor jedenfalls zeigte sich abermals von seiner besten Seite und schröpfte seine Fuxenkasse ein weiteres Mal drastisch.

Nach einem harmonischen Ausklang in besagtem weiteren Lokal strebten wir unseren Quartieren zu. Daß wir auf dem richtigen Weg waren erkannten wir an einem Tor mit einer mechanischen Klingel, die wir auf bereits auf dem Herweg -versehentlich natürlich- betätigt hatten. Um uns nicht den Verdacht der Täterschaft zuzuziehen, hatten wir uns da dann eben schnell entfernen müssen.

Ein reichliches Frühstück ließ uns wieder zu Kräften kommen. Danach geleitete uns CBr. Ott wieder in die Innenstadt von Speyer verbunden mit einer kleinen Stadtführung. Wir erfuhren viel über alte Gebäude, den Dom zu Speyer, und vor allen Dingen auch sehr viel zur Geschichte von Speyer.

Ein Frühschoppen im Anschluß daran durfte natürlich auch nicht fehlen, wobei es bei einem Bier eben bleiben mußte, da in Bälde die Rückfahrt anstand.

Am Bahnhof stellte der FM sofort wieder die erforderliche Stoffversorgung sicher. Solchermaßen gut ausgestattet traten wir wieder die Rückreise an.

Wie Tschikago im Verlauf der Rückfahrt behauptete, soll es bei einem Aktiven höheren Ranges zu einem Filmriß gekommen sein. Die näheren Umstände sind mir leider unbekannt, ich halte das trotzdem (weil ich ja den Tschikago kenne, der mit seinen Äußerungen oft zur allgemeinen Erheiterung beiträgt) für ein Gerücht.

In Stuttgart kratzte der FM noch seine letzte Barschaft zusammen, um uns nochmals einen stärkenden Imbiß zukommen zu lassen.

Ob die Aktivitas nach unserer Ankunft in Ulm noch für einen entsprechenden „Ausklang“ gesorgt hat, entzieht sich meiner Kenntnis, da mich die nächste Straßenbahn sofort mit nach Hause nahm.

Fazit: 

Es war ein sehr gelungener, honoriger Reaktivierungs-Fuxenbummel  der L!  Badenia Mittweida zu Ulm, der durchaus einen sehr guten Platz in den „Fuxenbummel-Annalen“ verdient hat.

Dem aktiven Fuxmajor Bulli und seiner Fuxia sei dafür ein Hochachtungsschluck, mein Dank, und ebenso höchstes Lob gezollt.

Mögen noch viele solcher Fuxenbummel stattfinden. Dem Fuxmajor wünsche ich einen allzeit prall gefüllten Fuxenstall, voll der prächtigsten Badenenfüxlein und ein vivat crescat floreat Badenia in aeternum.

Alarich Z! 

*) was  ja nicht unbedingt etwas heißen muß!!! 

Möge mir Tschikago für diese kleine Gemeinheit einen Bierjungen anhängen (oder auch nicht), hängen würde er ohne Frage, schließlich wären wir ja nicht zum ersten Mal Kontrahenten auf einer Biermensur.